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Land Kündigt Beitragsfreiheit für das letzte Kindergartenjahr an

01.02.2007 von Michael Höfer

Für viele Beobachter völlig überraschend kündigte der niedersächsische Ministerpräsident Wulff bereits für den Sommer 2007 die Einführung eines kostenfreien letzten Kindergartenjahres mit einer Ausfallfinanzierung durch das Land an. Während sicher ist, dass dieser Coup den im Januar 2008 stattfindenden Landtagswahlen geschuldet ist, ist überhaupt noch nicht sicher, wie diese Ankündigung praktisch umgesetzt werden soll. Eltern und Träger von KiTas äußerten bereits landesweit die Befürchtung, dass sie möglicherweise durch die Hintertür an den Kosten beteiligt werden sollen. Das könnte passieren, wenn nicht die tatsächlichen Beitragskosten durch das Land erstattet wird. So zählen zu den offenen Fragen, was denn mit den hauptsächlich in den großen Städten geschaffenen Ganztagsplätzen ist, oder auch, was in den Kommunen passiert, die im Vergleich zum Landesdurchschnitt höhere Elternbeiträge ausweisen - auch hier meistens die größeren Städte.

Abzuzeichnen scheinen sich zwei Lösungen: entweder die einer einheitlichen Pauschale pro Platz, bei der Städte wie Göttingen draufzahlen dürften, oder einer einheitlichen Erhöhung der Landesfinanzhilfe. Diese Lösung würde eine gerechte Berücksichtigung auch längerer Betreuungszeiten und sogar eines verstärkten Krippenausbaus mit berücksichtigen und wäre sicher im Interesse der Städte.

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