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Immer noch 226 Kinder in Göttingen ohne Krippenplatz!

01.03.2007 von Michael Höfer

Obwohl die Versorgung mit Krippenplätzen in der Stadt Göttingen im Vergleich zu anderen Städten im Land Niedersachsen als ausgesprochen gut zu bezeichnen ist, ist die Nachfrage immer noch größer als das vorhandene Angebot, ein bedarfsgerechtes Angebot ist noch nicht gewährleistet. Nach der neuesten Ausbaustufenplanung, die am 15.02.07 im Jugendhilfeausschuss der Stadt vorgestellt wurde, gibt es derzeit 794 Plätze für Kinder unter drei Jahren - unter Einbeziehung der Kindertagespflegestellen. Auf den bereinigten Wartelisten stehen aber noch 226 Kinder, die bisher keinen Betreuungsplatz erhalten haben.

Die Verwaltung beziffert die angestrebte Versorgungsquote in ihrer Vorlage mit 33%, aufgrund der vorgestellten Zahlen liegt sie allerdings noch höher, nämlich bei 36% (1.020 nachfragende Kinder bei 2.865 Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren insgesamt).

Da die Stadt sich per Ratsbeschluss im Februar 2006 freiwillig selbst verpflichtet hat, die KiTas als Bildungseinrichtungen zu definieren und über die einschränkenden Bedarfskriterien des Tagesbetreuungsausbaugesetzes hinaus allen nachfragenden Eltern bis Ende 2008 einen Platz anbieten zu wollen, besteht also noch ein dringender Bedarf. Abhilfe schaffen sollen hier bis zum Sommer 2008 verschiedene Maßnahmen wie Neueinrichtung von Krippengruppen beim ASC auf dem Zietengelände, beim Kinderhaus e.V. in der Bunsenstraße sowie durch den geplanten Neubau einer KiTa in Grone mit zwei Krippengruppen. Außerdem sollen in mehreren KiTas im Stadtgebiet Kindergartengruppen in Gruppen für unter Dreijährige umgewandelt werden.
Die Nachfrage bei den einzelnen KiTa-Trägern im Stadtgebiet ist allerdings nach wie hoch sehr hoch: allein beim Kinderhaus e.V. stehen aktuell ca. 280 Kinder unter drei Jahren auf der Warteliste, die zum 15.02.2007 noch einen Platz suchten.

Auch die an dieser Stelle vor einem Jahr gewagte Prognose zu nicht ausreichenden Hortplätzen scheinen sich zu bestätigen: Insbesondere aus Weende und Geismar wird ein deutlicher Engpass gemeldet, der bereits dazu geführt hat, dass die Verwaltung den Kinderhaus e.V. bat, eine Hortgruppe in Weende einzurichten - in Geismar artikuliert sich der steigende Bedarf bei der Schulanmeldung in der Adolf-Reichwein-Schule und gibt auch mindestens eine weitere Hortgruppe her.

 

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