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Neue Kleine KiTa in der Sertürnerstraße

17.03.2006 von Michael Höfer

Während aktuell stadtweit über die Ausbauplanung für die Unter-Dreijährigen debattiert wird, ist es uns zum 01.02.2006 bereits gelungen, eine neue Kleine KiTa für Krippenkinder in der Sertürnerstraße - direkt unterhalb der Schillerwiesen - zu eröffnen.

Ausgangspunkt der Gründung war eine sehr rege Initiative von Eltern aus der Oststadt, die sich mit dem (eigentlich schon immer bestehenden) eklatanten Mangel an Betreuungsplätzen für unter Dreijährige in diesem Stadtteil nicht anfreunden wollten. Nachdem eine erste Initiative betroffener Eltern vorm Sommer 2005 im Sande zu verlaufen drohte, gelang es zum Herbst hin mit Unterstützung des Kinderhaus e.V., die öffentlichkeit und vor allem die Stadtverwaltung von der Notwendigkeit der Einrichtung an diesem Standort zu überzeugen. Nach Zusage der übernahme der Trägerschaft durch den Kinderhaus e.V.wurden innerhalb von nur drei Monaten die Planungen zu einem konkreten Abschluss geführt: die Landesschulbehörde genehmigte den Betrieb, die Stadt erteilte die Zusage zur Finanzierung, die Städtische Wohnungsbau vermietete uns die Räume, wir selber stellten das Personal ein, die Elterngruppe wurde ausgewählt, die notwendigen Umbauten getätigt - und das alles noch mit der Weihnachstpause dazwischen.

Leiterin der Kleinen KiTa wurde nach interner Ausschreibung Angela Bartram, die schon seit mehr als 11 Jahren beim Kinderhaus dabei ist, zuerst bis zur Schließung im Siedlungsweg in Rosdorf und dann seit Sommer 2005 im Max-Planck-Institut am Faßberg. Als zweite Kraft arbeitet in der Gruppe Rebecca Kellner als FSJ-Praktikantin. Geöffnet ist die Gruppe zwischen 8:00 und 14:00 Uhr täglich.

Eine Besonderheit der neuen Gruppe ist, dass sie in einem ehemaligen Gemeinschaftsraum einer Senioren-Wohnanlage beheimatet ist. Aufgrund einiger nicht so guter Vorerfahrungen mit einer Hortgruppe gab es unter der Bewohnerschaft der Anlage deutliche Vorbehalte gegen die erneute Ansiedlung einer Kindertageseinrichtung an diesem Standort. Diese Vorbehalte wurden von allen Beteiligten akzeptiert - trotzdem sind wir der Ansicht, dass ein Zusammenkommen von ganz jung und ganz alt durch die direkte Nachbarschaft eine große Chance für einen "Dialog der Generationen" bietet und werden uns darum in Zukunft weiter bemühen. Um so erfreuter waren wir darüber, dass zur offiziellen Einweihung der Einrichtung am 17.03.2006 neben den offiziellen Vertretern von Verwaltung, Jugendhilfeausschuss der Stadt und Städtischer Wohnungsbau auch Nachbarn aus der Wohnanlage unserer Einladung gefolgt waren und uns ebenfalls ein aufgeschlosenes und freundliches Miteinander versprachen.

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