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Bewerbung um die Trägerschaft der KiTa Kiesseekarree - Ein Lehrstück

01.11.2004 von Michael Höfer

Im Sommer 2004 wurde dem Kinderhaus e.V. bekannt, dass in Geismar im Kiesseekarree nun doch eine neue KiTa gebaut werden soll - nachdem bereits Mitte 1998 erfolglose Gespräche zwischen uns und dem Sozialdezernat über eine mögliche Trägerschaft des Kinderhaus e.V. für diese KiTa geführt worden waren (als Trostpflaster für unsere leider im Sande verlaufenenen Bemühungen, auf dem Zietengelände eine KiTa zu bauen) - die KiTa sollte damals dann doch nie gebaut werden.

Obwohl von seiten der Stadt die AWO als Träger quasi feststand, haben wir uns erneut aus langfristigen strategischen überlegungen für unsere Präsenz in Geismar für diese neue Trägerschaft beworben. Allerdings ohne Erfolg: gegen eine massive Einflussnahme von SPD und Sozialdezernat für die AWO konnten wir letztendlich nicht ankommen. Von Seiten der Sozialverwaltung wurden so lange Argumente pro AWO zusammengetragen, bis es schließlich passte: nachdem die AWO sich für ihre beiden KiTas in Göttingen verpflichtet hatte, freiwillig in die Trägergruppe 4 des Budgetvertrages zu wechseln (was einen verminderten Zuschuss in Höhe von ca. 40.000 € allein für die neue KiTa ausmacht, eine Summe, die nur mit Abstrichen an die Vergütung des Personals zu halten ist), wurde ihr der Zuschlag für die Trägerschaft erteilt.
Nähere Informationen zu den Hintergründen stehen im InfoBlatt 3/2004 ("Wie man (k)eine KiTa gewinnt").

Für uns als Träger bitter, bedeutet es doch, dass wir uns nun langfristig Sorgen um unsere seit langem bestehenden Kleinen KiTas (Heidelbeergasse und Untere Dorfstraße) im Altdorf machen müssen. Gleichzeitig eine Herausforderung für uns, der wir mit einer größer angelegten strategischen Planung begegnen werden.

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